Projekte

GOODFOOD


Diesen Sommer öffnen wir mit monatlich wechselnden Themen rund um das Thema Ernährung unsere Pforten.

Die kommenden Monate bis in den Herbst hinein warten im Info-Café mit interessantenThemen auf. Welche Rolle spielt die Globalisierung in unserer Ernährung, warum hungern Menschen? Ebenso sind Tiere in der modernen Nahrungsmittelproduktion sowie Gentechnik und Hybridsaatgut ein Thema.
Durch Filmbeiträge, spannende Referenten und Infotafeln können die Teilnehmer im Laufe des Sommers in interessante Themen zum Stichwort Ernährung einsteigen. Weitere Lehrgänge als Ergänzung zu den Info-Cafés lassen die Teilnehmer Einblicke in einen Ökogarten und einen Saatguthof gewinnen. Auf den Besuch einer Mastanlage möchten die Veranstalter verzichten...
Immer am letzten Samstag im Monat können Interessierte am veganen Saison-Kochabend teilnehmen, um ein Bild davon zu bekommen, welche Nahrungsmittel zur Saison in der Region zu ernten und zu finden sind.

GOODFOOD möchte nicht nur mit erhobenem Zeigefinger Missstände aufzeigen, sondern auch Alternativen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nahrung für Körper, Umwelt und Gesellschaft anbieten.
Gefördert wird das Projekt durch Stärken vor Ort.



Alle Veranstaltungen im Überblick:

Do/ 23. Juni/ 16.30 Uhr
Mein kleiner Garten
Wir legen unsere eigenen kleinen Beete für zu Hause an! Pflanzen gießen, staunen futtern...

Do/ 23. Juni/ 18.00 Uhr
Info-Café: Ernährung in der menschlichen Evolution, Zivilisationskrankheiten, Fehlernährungen und alternative Kostformen
Diskussionsrunde mit Vertretern unterschiedlicher Kostformen, Infotafeln, Filmbeitrag zum Thema



Sa/ 25. Juni/ 18.30 Uhr
Saison-Kochabend
mit Obst und Gemüse aus der Region je nach Saison



So/ 3. Juli/ vormittags
Lehrgang: Wanderung "essbare Pflanzen in der Wildnis"
mit Kochen über dem Lagerfeuer (mit Uta Eggerstedt vom Coyote e.V. in Deetz)



Do/ 9. Juli/ ab ca. 15 Uhr
Lehrgang: Besuch auf einem Ökogarten

Do/ 28. Juli/ 18.00 Uhr
Info-Café: Wie kommt der Hunger in die Welt?
Auswirkungen der Globalisierung auf unsere Ernährung. Mit Infotafeln und Gesprächsrunde mit Michael Schütze und Jan Kummerfeldt.

Sa/ 30. Juli/ 18.30 Uhr
Saison-Kochabend
mit Obst und Gemüse aus der Region je nach Saison

Do/ 25. August/ 18.00 Uhr
Info-Café: Tiere in der Nahrungsmittelproduktion
Mit Info-Tafel, Filmbeitrag zum Thema und Referat der Anti-Spe-Gruppe. Auf einen Lehrgang zu diesem Thema möchten wir verzichten.

Sa/ 27. August/ 18.30 Uhr
Saison-Kochabend
mit Obst und Gemüse aus der Region je nach Saison

Do/1. September/ 18.00 Uhr
Vortrag mit Jörg Bergstedt: Monsanto auf Deutsch
Ein schockierender Blick hinter die Kulissen -Seilschaften zwischen Firmen, Behörden, Forschung und Lobby der Agro-Gentechnik
Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zuständen bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat.


Do/ 22. September/ 18 Uhr
Info-Café: Gentechnik und Hybridsaatgut in der Landwirtschaft
Mit Info-Tafel

/ 20.30 Uhr
Filmreihe: Leben ausser Kontrolle
Mitte der 80iger Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich schien alles möglich! 20 Jahre später begeben wir uns auf eine Weltreise um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden.
Wie schon bei der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie verspricht die Industrie das Paradies auf Erden: Keinen Hunger mehr, keine Pestizide, noch höhere Erträge...
Weltweit bieten nur eine Handvoll idealistischer Wissenschaftler der Industrie die Stirn und untersuchen - unabhängig von deren Geld - die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit, wenn wir diese genmanipulierten Lebensmittel zu uns nehmen.
http://www.leben-ausser-kontrolle.de//

Fr/ 23. September/ 20.30 Uhr
Filmreihe

Sa/ 24. September/ 18.30 Uhr
Saison-Kochabend
mit Obst und Gemüse aus der Region je nach Saison

/ 20.30 Uhr
Filmreihe: Der Landhändler - Ganz ohne Gentechnik
Von Gegnern als Narrischer beschimpft, von Kunden und Befürwortern geschätzt, beweist der leidenschaftliche Tüftler, Querdenker und Futtermittelhändler Josef Feilmeier, dass Landwirtschaft keine Gentechnik braucht.
Als die Agro-Gentechnik in der Landwirtschaft Einzug hielt, war Josef Feilmeier ein Befürworter, doch bald begann er zu zweifeln und sich umfassend zu informieren.
Er wollte es genau wissen und ließ nicht locker. Heute ist Josef Feilmeier mit seinem
Lagerhaus bei Vilshofen an der Donau die Triebfeder einer ganzen Region. Für 500 Bauern von Straubing bis Passau ist sein Familienbetrieb die Drehscheibe für
gentechnikfreie Futtermittel. In seiner Begeisterung für qualitätsvolle und naturnahe Futtermittel spürt man das Bauernblut, das in ihm fließt. Seine Familie steht hinter ihm, Sohn Stefan ist mit vielen neuen Ideen ins Geschäft eingestiegen und Frau Rosa, seine wichtigste Beraterin, bringt den quirligen Feilmeier auf den Boden zurück: ?Ohne meine Frau hätte ich das nie geschafft!? Wohl auch wegen der guten biologischen Ernährung aus eigener Landwirtschaft. ?Wir Menschen fühlen uns wohler, wenn die Ernährung stimmt. Und bei den Tieren ist es nicht anders.?
Er fühlt eine Verantwortung für die Natur und schöpft Kraft aus seinem christlichen Glauben, denn er sieht die Schöpfung als ein vollkommenes Werk, in das sich der Mensch nicht einmischen sollte.

Sonntag/ 25. September/ 20.30 Uhr
Filmreihe: Vandana Shiva - Zerstört die Agro-Gentechnik unsere Zukunft?
Vandana Shiva ist eine der markantesten Persönlichkeiten der internationalen Bewegung gegen die Gentechnik.
Sie wurde speziell in Indien zur Symbolfigur des Widerstands gegen die Großkonzerne und zum Hoffnungsträger im Aufbau und der Wiedererlangung der Selbständigkeit der indischen Landwirte. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass der UN-Menschenrechts-ausschuss den Einsatz der Agro-Gentechnik erstmals mit Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang gebracht hat.
Das Komitee drängt die indische Regierung finanzielle und andere Hilfsformen für Familien von Suizid-Opfern zur Verfügung zu stellen sowie den Bauern die Möglichkeit zu geben, vermehrungsfähiges Saatgut zu kaufen. Hohe Preise für gentechnisch verändertes Saatgut, Lizenzpflicht und äußerst schlechte Ernten führten zu hoher Verschuldung der Landwirte.Rund 200.000 Familienoberhäupter begangen in den letzten Jahren Selbstmord, um der Schande zu entgehen und ihren Familien die Lebensgrundlage, ihr Land, zu erhalten.
Ihr ist es gelungen, eine breite Masse und auch speziell die Frauen zu motivieren, sich für den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen zu engagieren.

Mo/ 26. September/ 20.30 Uhr
Filmreihe

Di/ 27. September/ 20.30 Uhr
Filmreihe

Sa/ 1. Oktober/ Treffpunkt 10 Uhr in Thiembuktu-Café
Besuch eines Saatguthofes
Der Gärtnerhof in Thale betreibt biologische Saatgutvermehrung und -züchtung und wendet sich der Pflanzenvielfalt zuliebe der Züchtung vernachlässigter Sorten und Arten zu, möchte sie erhalten und verbessern und sich damit den multinationalen Konzernen entgegenstellen, deren konventionelle Züchtung mit Hilfe von "modernen" Biotechnologien, Mineraldüngern und Pestiziden erfolgt/ Packt Euch Verpflegung ein/ Fragen zum Ausflug: 0163/4727469

Di/ 4. Oktober/ 18.30 Uhr
Vortrag: Raubritter im Genlabor
Immer mehr wird offenbar, dass gentechnisch veränderte Pflanzen keinen echten Vorteil bieten. Angebliche ökologische Vorteile bergen Katastrophenpotenzial, höhere Erträge werden durch höheren Kapitaleinsatz wirtschaftlich zunichte gemacht... Was also soll die Gentechnik? Ein Verdacht liegt nahe: Es geht nicht um den Hunger in der Welt, sondern um ein Neu-Mischen der Karten, vielleicht für die nächsten Jahrtausende. So, wie vor 1500 Jahren mit Faustrecht das Ackerland vom Gemeineigentum zum Privateigentum wurde (und bis heute ist), so werden heute mit ökonomischer Gewalt Patente auf Leben erzwungen. Wiederholt sich die Geschichte? In diesem Impulsvortrag werden interessante Parallelen gezogen.

Fr/ 21. Oktober/ 20.30 Uhr
Film: Geraubte Zukunft (45min)
Der Film beschreibt die Gefahren für die Welternährung, hervorgerufen durch die kapitalistische Nahrungsmittelproduktion. Dabei wird die industrielle Landwirtschaft Kanadas der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in Äthiopien gegenübergestellt: In Kanada haben die FarmerInnen die Kontrolle über ihr Saatgut verloren und sind von Konzernen abhängig, in Äthiopien hingegen wird die Vielfalt erhalten und es werden neue Wege zur Erhaltung der Ernährungssicherheit gegangen.

Fr/ 21. Oktober/ 21.30 Uhr
Film: Zukunftsfelder (45min)
Taifune, Trockenheit, steigender Meeresspiegel: Die Philippinen erleben die Folgen des Klimawandels. Wie überall auf der Welt müssen auch dort Bauern Anpassungsstrategien für die veränderten Bedingungen entwickeln. Die Bauern des Netzwerkes MASIPAG tun dies, indem sie die Vielfalt ihrer Sorten und Kulturen erhöhen und sich unabhängig machen von teuren externen Inputs wie Düngern, Saatgut und Pestiziden. Sie züchten eigene angepasste Reissorten und stellen die Nahrungserzeugung für die eigene Familie vor den Profit. Aber auch Wissenschaftler und Unternehmen suchen nach Lösungen, jedoch meist mit hohem technischem Aufwand. Denn eines ist klar: Gebraucht wird eine neue, angepasste nachhaltige Landbewirtschaftung, dort und hier in Europa. Können wir von den philippinischen Bauern etwas lernen?

Sa/ 22. Oktober/ 20.30 Uhr
Film: Blaues Gold ? Der Krieg der Zukunft (87 min)
Wasser ist die Quelle allen Lebens. Die mehrfach ausgezeichnete Dokumentation von Sam Bozzo "Blaues Gold - Der Krieg der Zukunft" zeigt die immer gravierender werdenden Folgen der Privatisierung von Wasserressourcen. Im Gegensatz zum Öl, das für den Menschen zur Lebenserhaltung nicht wirklich nötig ist, ist Wasser ein unverzichtbarer Grundstoff, um den in Zukunft womöglich erbitterter gekämpft werden wird als heute um Öl. Schon heute werden durch Großkonzerne, private Anleger und korrupte Regierungen politische Kämpfe um das "Blaue Gold" ausgetragen. Es ist ein skrupelloses Wettrennen um schwindende Ressourcen auf dem Rücken von Millionen von Menschen. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser sollte ein Menschenrecht sein, aber das Wasser wurde von wenigen mächtigen globalen Interessengruppen zum Handelsgut erklärt, die die weltweite Wasserversorgung unter sich aufgeteilt haben. Das alles aber ist womöglich erst der Anfang beim Kampf um das "Blaue Gold".

Mittwoch/ 26. Oktober/ 20.30 Uhr
Film: Du bist, was du isst (80min)
Sind wir wirklich alle krank? Die Pharmaindustrie hat für all unsere Leiden eine Lösung parat. Egal ob Migräne, Allergien, Depressionen oder das Burnout-Syndrom: Täglich impft uns die Werbung ein, dass wir ohne die Wunder-Pillen vom Fließband nicht gesund bleiben können. Unsere Gesundheit wurde zu einem Geschäft und die Pharmaindustrie könnte ohne unsere Krankheiten nicht existieren. Die Dokumentation ''Du bist, was Du isst'' prangert nicht nur diese Form der Versklavung durch Medikamente an, sie präsentiert auch ein natürliches Mittel, um sich daraus zu befreien: Unser Essen! Denn durch die richtige Ernährung können selbst schwere Krankheiten nicht nur verhindert, sondern auch geheilt werden. Liegt in''unserem täglich Brot'' tatsächlich die Zukunft der Medizin?

Do/ 27. Oktober/ 18.30 Uhr
Vortrag und Diskussion: Wegweiser für eine zukunftsweisende Ernährung (mit Jan Kummerfeldt)
Wie kommt der Hunger aus der Welt? Natürlich wollen wir alle das der Hunger aus der Welt kommt. Aber wie es scheint wird dies weder von selbst, noch durch die Herrschenden passieren. Und das bedeutet, wir müssen selbst aktiv werden. Und das umfangreicher als bisher.

Freitag/ 28.Oktober/ 20.30 Uhr
Film: Goodfood Badfood (111min)
Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt ? zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau, ("St. Jacques ... Pilgern auf Französisch") zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden.
Und die sich dagegen wehren, dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. In "GOOD FOOD BAD FOOD ? Anleitung für eine bessere Landwirtschaft" begegnen wir faszinierenden Persönlichkeiten, die vielfältige Lösungen für die intelligentere Nutzung unserer begrenzten Ressourcen gefunden haben.

Sa/ 29. Oktober/ 18.30 Uhr
Saison-Kochabend
mit Obst und Gemüse aus der Region je nach Saison, ausserdem Einkochen vpn Apfelmuß

/ anschließend (ca. 20.30 Uhr)
Film: Der Agrar Rebell (45min)
Das Buch Sepp Holzer - Der Agrar-Rebell beschreibt das Leben und Wirken des Sepp Holzer, der inzwischen in vielerlei Hinsicht in aller Munde ist. Er zieht auf einem Bergbauernhof in 1.500 m Seehöhe Kiwis, Kirschen und Kürbisse, mitten im Winter erntet er Radieschen, und sein Getreide wächst im Wald: Der "Krameterhof" ist längst zum Symbol für eine neue Art der Landwirtschaft geworden. Hunderte Autobusse bringen alljährlich interessierte Besucher zur Besichtigung, und die Medien - vom Österreichischen Fernsehen bis zum "SPIEGEL" - berichten ausführlich.
Sepp Holzer hat eine eigene Form der Permakultur entwickelt, die bereits Gegenstand wissenschaftlicher Forschungsarbeiten ist und auch Projekt der EXPO 2000 in Hannover war. Unter geschickter Ausnutzung ökologischer Beziehungen und Kreisläufe läßt er die Natur für sich arbeiten und erzielt mit minimalem Arbeitsaufwand - und ohne die Umwelt zu belasten - ein Maximum an wirtschaftlichem Erfolg.
In diesem Buch erläutert Sepp Holzer nicht nur die Grundprinzipien seines Denkens und die wesentlichen Erkenntnisse, die ihm seine Gabe zur genauen Naturbeobachtung geliefert hat, er schildert auch lebendig seinen endlosen Kampf mit Ämtern und Behörden, die alles daransetzten, die Erprobung alternativer Landwirtschaftsmethoden zu unterbinden. Fotos vom "Krameterhof" zeigen Einblicke in diese einzigartige Welt der Landwirtschaft.

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