In Buckau - dem kleinen, einst industriell geprägten Stadtteil Magdeburgs - wohnen ca. 1000 Jugendliche. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit leben in Buckau viele sozial schwache Menschen und Familien. Da sich zwei der drei Magdeburger Asylunterkünfte im Stadtteil befinden, ist der Anteil ausländischer Jugendlicher sehr hoch. Die meisten Jugendlichen aus Buckau verbringen ihre Freizeit in Cliquen aus dem gleichen Kulturkreis. Eine bessere Integration dieser verschiedenen Jugendgruppen ist nach Ansicht des Projektträgers "WABE e.V." ein herausragendes jugendpolitisches Ziel für den Stadtteil Magdeburg-Buckau.
Mit "60faces" sollen sich 30 deutsche und 30 Jugendliche anderer Kulturen in ihrer Freizeit kennen und besser verstehen lernen. In kleinen gemischten Gruppen von je sechs Leuten erlernen die Jugendlichen in mehrtägigen Workshops zunächst den Umgang mit Computer und Internet mit dem Ziel, Internetseiten über die anderen zu erstellen. Dabei sollen die Herkunft, die kulturellen Hintergründe, die Interessen der Einzelnen und der Cliquen ausgetauscht werden. Das Internet kann zur Recherche z.B. über das jeweilige Heimatland, Heimatstadt und über die persönlichen Interessensgebiete genutzt werden. All dies kann in die Homepages der Jugendlichen einfließen.
Die Workshops sollen variabel an verschiedenen Orten in Buckau stattfinden, z.B. in den Asylunterkünften, im Jugendprojekthaus "Thiembuktu" und im Jugendzentrum "HOT - Alte Bude".
Zielstellung des Projektes ist es, dass durch die im Stadtteil Buckau lebenden deutschen und ausländischen Jugendlichen die jugendliche Stadtteilkultur neue toleranzfördernde Impulse erfährt. Diskriminierenden und rassistischen Denkweisen soll so auch für die Zukunft der Boden entzogen werden. Den beteiligten Jugendlichen wollen wir durch unsere Angebote auch Wissen vermitteln und sie für andere unserer Projekte oder für Projekte unserer Partner interessieren.
Die Idee des Konzeptes "60faces" stammt von den BewohnerInnen des Jugendwohnprojekthauses "Thiembuktu" (WABE e.V.) und wird von diesen auch umgesetzt. Das Modellprojekt dauert vorerst bis zum Dezember 2005 und wird bei Erfolg fortgesetzt, das Konzept wird anderen Akteuren der Jugendintegrationsarbeit zur Verfügung gestellt.
Kooperationspartner von "60faces" sind das "BAJ Magdeburg e.V.", insbesondere der angegliederte Jugendclub "HOT - Alte Bude" sowie das "Projekt für Toleranz und Demokratie der DGB-Jugend Sachsen-Anhalt". Mitarbeiter des Fachbereiches Sozialwesen der "Hochschule Magdeburg-Stendal" unterstützen die wissenschaftliche Begleitung des Projektes, um den Modellcharakter und die Übtragbarkeit auf andere Städte zu dokumentieren. Ebenso unterstützt das für die Flüchtlingsheime zuständige Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Magdeburg das Vorhaben.
"60faces" wird finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Civitas" sowie von der "Aktion Mensch". Schirmherr des Projektes ist der Magdeburger Handballer Joël Abati.
Referenzen zu diesem Projekt wurden u.a. von dem
ausgestellt.
Die offizielle Web-Site des Projektes, unter der auch die im Projektverlauf erstellten Homepages zu finden sind, finden Sie unter www.60faces.de
Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und finanzielle Zuwendungen (Kennwort "60 faces") für dieses Projekt. Für die erfolgreiche Durchführung des Projektes sind wir auf weitere finanzielle Mittel angewiesen.
Fragen dazu beantworten wir ihnen gerne.
Gefördert von:


Presseartikel:
"Joel Abati und Buckauer Multikulti" in Volksstimme vom 07.05.2005